Der Ort
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Ein kurzer historischer Streifzug

Bärenburg ist eine der ältesten sächsischen Waldsiedlungen. Alte Aufzeichnungen weisen auf das Jahr 1510 als Gründungsjahr des Vorwerkes der Herrschaft Bärenstein hin, was heute als Ursprung des Ortes Bärenburg angesehen wird. Es wird angenommen, dass die ehemalige Försterei in den Jahren 1586 bis 1589 erbaut wurde, denn 1589 sprach Caspar v. Bernstein seiner Frau das "Gutt Bernburgk" als Leibgedinge zu, "so er sein Eheweib nach sich am Leben ließe". Ebenfalls in diesem Jahr wird "Die Bernburgk" auch in Oeders Kartenwerken erstmalig verzeichnet.

Typisches Anwesen um 1900
Typisches Anwesen um 1900

Für weitere Ansiedlungen mussten milde Bedingungen und gewisse Vorteile geboten werden. Trostlose Einöde und harte Holzarbeit waren an der Tagesordnung. Und so waren 1613 erst 13 Häusler und 1814 erst 15 Häusler im Dorfe ansässig. Durch totale Verschuldung des Bernsteinischen Geschlechts wurde im Jahre 1613 durch die Vormünder der Besitz, das Gut und die Waldungen an den damaligen Kurfürsten verkauft. Dieser gab es noch im selben Jahr zu gleichem Preise an die Zwitterstockgemeinschaft Altenberg weiter. Die dichten Wälder um Bärenburg dienten zunächst zur Deckung des Holzbedarfs im Bergbau. Nach 1869 standen sie auch als Jagdgebiet des Königs von Sachsen zur Verfügung, wobei Rotwild und Rehwild in reichlicher Zahl vorhanden waren. Nach Beendigung des ersten Weltkrieges wurden die Waldungen der breiten Öffentlichkeit zugänglich und vom Staat verwaltet.

Urkartendoppelstück Bärenburg

Urkartendoppelstück der Gemarkung Bärenburg im Bereich der alten Försterei

Mit der Erschließung der Verkehrswege und der Inbetriebnahme der Kleinbahn Hainsberg-Kipsdorf gewann Bärenburg immer mehr an Bedeutung. Um die Wende des 20. Jahrhunderts entstanden Hotels und Pensionen. Die landschaftlich schöne Lage, die gesunde Höhenluft, das milde Gebirgsklima und die nervenstärkende Ruhe führten zu einer wachsenden Zahl Erholungssuchender. In den folgenden Jahrzehnten machte sich Oberbärenburg als "Perle des Osterzgebirges" einen weithin bekannten Namen, dessen guter Ruf bis in die heutige Zeit anhält. 1996 erfolgte die Eingemeindung zur Stadt Altenberg.

Wussten Sie schon,
dass König Friedrich August II. mehrmals im alten Forstgut übernachtete?
Eberesche

Oberbärenburg - Staatlich anerkannter Erholungsort im Osterzgebirge
www.oberbaerenburg.de